Um den Einstieg in die Welt des IRC zu erleichtern, haben wir uns Übungen überlegt. Jede dieser Übungen ist wichtig: nur das geballte Wissen aller Übungen zusammen sorgt für den geschmeidigen Einstieg. Lassen Sie aus Mangel an Ehrgeiz, Fleiß, Geduld oder Zeit die eine odere andere Übung aus, so wird Ihnen zwar die Welt des IRC nicht verwehrt bleiben, dennoch: Sie werden Schwierigkeiten bekommen und sich wiederfinden in Stolperfallen und Fettnäpfen, sowie aufgehalten in Hindernissen.
Die Reihenfolge der Übungen ist nicht so wichtig. Die nachfolgende erste Übung bildet die Grundlage aller anderen. Haben Sie auf dem einen oder anderen Gebiet schon Erfahrung, so lesen Sie zumindest die Anleitungen um zu verinnerlichen, dass jenes Wissen Ihrem Wohlbefinden im IRC dient.
Wie Sie es vom herkömmlichen Unterricht gewohnt sind, so wird Ihnen Manches leichter, Manches schwieriger, gar unwillig zugänglich sein. In solchen Fällen verzagen Sie nicht, sondern machen eine Pause – auf dem Weg zum Gipfel der Erkenntnis.
Stellen Sie sich vor.
Stellen Sie sich vor einen Spiegel. Oder: Stellen Sie sich vor Sie stünden vor einem Spiegel.
Nun stehen Sie also, ob “in echt” oder (ganz) “in Gedanken” ist noch nicht wichtig. Stützen Sie sich nicht ab, lehnen Sie nirgends an, halten Sie sich an nichts fest und auch nicht in der Hand – es sei denn Sie sind körperlich dazu gezwungen.
Sie stehen also und haben freien Blick auf sich sowie Ihre freien Hände. (Sie sollten sie nicht in den Hosentaschen verstecken!)
Freier Stand und freie Hand führen hoffentlich zu freiem Gedank – und genau dies brauchen Sie! Bereits 1992 wurde Unser Lied herausgegeben im Auftrag des Exekutivkomitees der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Sozialistischer Jugend-Organisationen. Dort heißt es: “Die Gedanken sind frei”. Und da wir in einer turbokapitalistischen Konsum- und Wegwerfgesellschaft leben, beuten wir diese gefundene Freiheit sogleich aus – ja, wir pervertieren sie, indem wir sie hernehmen und benutzen!
Lassen Sie also Ihre klassenkämpferisch erhobenen Fäuste wieder entspannen, öffnen Sie Ihre Hände und blicken Sie sich frech und frei in die Augen. Atmen Sie langsam ein und rollen dabei die Hände leicht nach innen. Beim ebenfalls langsamen Ausatmen drücken sie die geöffneten Handflächen nach unten Richtung Boden. Atmen Sie langsam und machen Sie eine kurze Pause, bevor Sie der Luft in Ihren Lungen die wohlverdiente Freiheit wiederschenken. Hören Sie auf, so tief zu schnaufen, wenn Ihnen schwindelig wird.
Haben Sie ihren Kreislauf wieder stabilisiert, wird nochmal die freiheitliche Körperhaltung sichergestellt, welche die Grundlage für die freiheitliche Geisteshaltung birgt, der wir uns als nächstes zuwenden.
Ein kurzer gefasster Blick in die eigenen Augen, ein kurzes Nicken; dann schließen Sie die Augen und öffnen damit das Tor zur Welt Ihrer Gedanken. Eine Welt ohne Grenzen, ohne Verbote, ohne “Limits”.
Öffnen Sie das Tor weit und stellen Sie sich vor – was immer Sie wollen. Sie stellen sich vor und es ist. Sie stellen sich vor eine bestimmte Handlung und sie geschieht. Ein Ereignis – es passiert! Eine Geschichte – sie ist geschehen.
Stellen Sie sich vor Farben und Töne – jeweils laut und leise, bombastisch explodierend und begleitend im Hintergrund. Farbtöne, Tonfarben, farbige Farben, tönernde Töne, tönende Farben, bunte Töne: es sind Ihre Gedanken, es ist Ihre Welt und es gibt keine Grenzen. Stellen Sie sich vor und erkennen Sie Details, Zusammenhänge. Und dann gewinnen Sie, nämlich an Erkenntnis über sich selbst und über die unbändige Kraft der Vorstellung. Vergessen Sie das Atmen nicht.
Schließlich erkennen Sie, wie leicht Sie sich haben beeinflussen lassen.
Diese Übung dient vor allem dazu, Sie vorzubereiten auf andere Konzepte, Regeln und Vorgänge. Sie werden geistige Freiheit brauchen um die Welt des IRC zu sehen, zu verstehen, zu erkennen.
Die Welt des IRC ist nicht so esoterisch wie diese Übung. Aber der Mensch der seinen Horizont erweitern will (das sind Sie und dies ist ein Kompliment) ist so esoterisch.
Als nächstes wird es eher um technische Übungen gehen. Sollten Sie einmal nicht weiterkommen und bleibt die Erleuchtung im Dunkeln, so kehren Sie zu dieser ersten Übung zurück und befreien Sie sich, Ihre Gedanken, Ihren Geist und somit Ihre Welt.