Immer wieder interessant wie aufgeschmissen man doch ist, wenn man sein Gegenüber nicht versteht: Chuchichäschtli! (Küchenschrank!)
Als Norddeutscher klingt dies wie CHCHCHCH und das ist auch gleich das Ursprungsland von dieser Worthülse. Die Schweizer haben schon so einige schöne Wörter, die wenn auch oft entlehnt aus anderen Sprachen, eher fremd wirken: Lavabo (Waschbecken), Herdöpfel (Kartoffeln), Mies (Meins), gango poschten (Einkaufen).
Heute auf einer Geburtstagsfeier sang eine Burghexe in Berner Mundart – dachte ich doch ich hätte schon so einiges an dieser Sprachbarriere gemeistert und würde vieles verstehen, so war der eigentümliche Gesang der Besenbesitzerin für mich eher wie die Rezitation eines alten Hexenspruchs. Verstanden hab ich nix! Aber das war vielleicht auch gut so, denn an den Reaktionen meiner Mitgepeinigten abzulesen, war es eher zum Augenverdrehen als zum zuhören.
Die Location war jedoch sehr interessant, ein alter unbenutzter Wasserspeicher unter der Erde (so konnte zum Glück niemand von draussen die ungewöhnliche schwarze Dame hören, was genozidales Ohrenbluten in verhindert hat).