alle gegen einen

Bild von housetier

FFF: The Unseen Guest vs. Empire of the Wolves vs. One Nite in Mongkok

Ich war die letzten paar Tage ein braver Staatsbürger und habe konsumiert: Filme nämlich, im Kino und das gleich dreimal! Hoffen wir also, dass damit die Filmindustrie gerettet ist und endlich mit dieser unsäglichen Kampagne aufhört die uns einreden will, jemanden zu ermorden sie auch nicht schlimmer als einen Film zu kopieren. (Sie sagens andersrum, aber die bedeutung bleibt).

The Uncertain Guest

Ein spanischer Thriller. Teilweise recht spannend, teilweise äußerst lustig. Frau Müller und ihr Hund sind ein Highlight. Schön makabres Ende, allerdings ohne große Nachwirkungen.

Empire of the Wolves

Ein Film mit Jean Reno, wer kann da schon widerstehen? Ein schön langer Film, der zwei Handlungsstränge allmählich zusammenführt und die Spannung die ganze Zeit hoch hält. Es gibt zu sehen: Elend im Türkenviertel, Mord & Totschlag, jede Menge Gewalt. Es gibt zu hören: Explosionen, Schmerzensschreie, Schießereien und coole Filmmusik.

Dieser Film hat mich sehr begeistert; er bleibt bis zum Schluss spannend. Bei einigen Szenen ist klar was als nächstes passieren wird, aber nicht, wie sich dies auf die weitere Geschichte auswirkt. Ich finde diesen Film absolut sehenswert!

One Nite in Mongkok

In den asiatischen Großstädten geht es auch nicht viel friedlicher zu als in den französischen (siehe Kritik zu “Empire of the Wolves”). Hier haben wir Bandenkriege und abgehärtete Polizisten, die schon wissen “wie der Hase läuft” aber trotzdem Ermittlungsarbeit leisten müssen. Dazu einige unschuldige Personen… sagen wir lieber sympathische Personen, die ihr Schicksal eigentlich nicht verdient haben. Natürlich kommen noch kulturelle Unterschiede hinzu: die Landeier aus der Provinz versuchen sich in der Großstadt Hong-Kong durchzuschlagen. Der Protagonist ist edel aber dumm, die “schöne Naive” ist schön aber nicht unbedingt naiv.

Man kennt viele der Schauspieler aus anderen Filmen. Einige spielen sogar wieder dieselbe Rolle, so dass man meint, es handle sich um eine Fortsetzung. Dieser Verdacht lässt sich bis zum Schluss nicht wirklich ausräumen. Mir hat dieser Film sehr gefallen. Leider hatte das Kino einige technische Probleme, der Filmgenuss wurde ein bisschen getrübt.

Auch dieser Film ist sehenswert, vor allem wenn man die Nase voll hat von Hollywood-special-effects, die ein schwaches Skript mit flachen Charakteren kaschieren sollen. Hier wird richtig zugehauen und erschossen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, den Film im Orginal mit ähm englischen Untertiteln zu sehen.

Die Rettung

...der Filmwirtschaft. Es gab keine von den ganz am Anfang erwähnten “Raubkopierer sind Schwerverbrecher”-Filmchen zu sehen. Und, man höre und staune, die allseits geliebte GEZ hatte auch keine Werbespots geschaltet. Evtl. lag dies an der Veranstaltung.