C-Base: Pressemitteilung vom 04. Juli 2007

Bild von housetier

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Hab eben mal wieder die homepage der c-base besucht und dabei festgestellt, dass es eine offizielle Pressemitteilung gibt. Ich werde sie unten einfach übernehmen, wie hadez es schon gemacht hat. Für die, die sie später lesen wollen, gibt es denselben Text auch als PDF.

Update Update Update

Hier dann also die Pressemitteilung:

Berliner Kulturprojekt c-base vor dem Aus – auch die Raumstation Mitte wird Opfer fehlender Kulturförderung und der Mietpreisentwicklung.

Seit fast 12 Jahren besteht die Raumstation Mitte an der Jannowitzbrücke. Sie war und ist Magnet für unterschiedlichste Projekte aus dem Bereichen Gesellschaft, Kunst und Kommunikation. Hier treffen sich Go-Spieler, Comic-Zeichner, Musiker, 3D-Designer und Jugger (futuristische Rugbyspieler). Von der Piratenpartei über den Wikipedia Stammtisch bis hin zum Freifunk-NET. Das Raumschiff bietet vielen Aktivitäten eine Heimat, die die Off-Kultur Berlins prägen. Das alles droht nun wieder im Nichts zu verschwinden und damit ein weiteres Loch in der Kulturlandschaft im Zentrum zu hinterlassen.

Die Kosten wuchsen ins Unermessliche

Vor fünf Jahren wurde das Haus, in dem sich die Raumstation befindet, durch eine Genossenschaft renoviert. Diese Renovierung zum “Jugendmedienhaus” ist damals sogar durch den Senat gefördert worden. Dadurch stiegen auch die Kosten für die c-base, die zuletzt zu einem Mietrückstand von über drei Monatsmieten geführt hatten. Diese Woche bekam der Verein die fristlose Kündigung.

“Die Miete hat sich nach dem Umbau verdoppelt. Dazu kommen gestiegene Stromkosten und Forderungen der GEMA im vierstelligen Bereich”, so Christian Prochnow, der Vorsitzende des Vereins.

Aber auch etwas Anderes macht dem Verein Sorgen. Viele der Mitglieder haben das Geld nicht mehr, den Beitrag von 17,- € zu zahlen. Zudem haben etliche Sponsoren Versprechungen gemacht, aber ihre Zusagen nicht eingehalten. Ohne diese Außenstände von fast 30.000,- € wäre die c-base überlebensfähig.

Die c-base finanziert sich ausschließlich durch die über 200 Mitglieder und das, was bei Veranstaltungen übrig bleibt. Auch die über 40 Stunden Öffnungszeit pro Woche müssen ehrenamtlich geleistet werden.

Christian Prochnow: “Wir sind gemeinnützig. Unsere Besucher sind vor allem Studenten, Auszubildende und Künstler. Daher können wir keinen Eintritt nehmen und auch die Getränkepreise müssen sozial sein.”

Ein neues Heim ist nicht in Sicht

Derzeit suchen wir händeringend nach Lösungen. Eine Förderung durch den Kulturetat des Landes scheint genauso unwahrscheinlich, wie die Möglichkeit geeignete Ersatzräume zu finden. Kurzfristig hofft die Besatzung der c-base, die Schließung durch Spenden abwenden zu können.

Christian Prochnow: “Unabhängig von der ganzen Arbeit, die in der Rekonstruktion der Raumstation steckt. In den letzten Jahren ist Mietraum für ungeförderte Kulturprojekte unerschwinglich geworden. Dadurch wird Off-Kultur immer stärker in die Randbezirke gedrängt oder ganz kaputt gemacht.”

Weitere Informationen unter www.c-base.org

Spendenkonto

c-base e.V.
HYPOVEREINSBANK-POTSDAM
Stichwort Alarmstufe – rot
BLZ 160 200 86
Konto 4910173974