Schö-hönes Ding! Ich hatte nicht so ganz mitbekommen, warum das erste Tor dann doch nicht galt, aber das zweite kam ja kurze Zeit später. Was für eine Freude und Genugtuung.
Ja, endlich darf man wieder stolz auf sein Land sein ohne gleich ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. 50 Jahre sind genug – jetzt kommen wir! Ich habe heute mit Stolz meine Fahne geschwungen.
Ich bin stolz und aufrecht und lächelnd von Zuffenhausen zum Schlossplatz in der stuttgarter Innenstadt gelaufen.
Aber zuvor war ja noch Party im ebendiesen Zuffenhausen: Zwei Glotzen, ein Grill, viele Leute, mehr Essen, noch mehr zu trinken. Nach dem Spiel ist vor der Party und die ging dann so richtig los im Keller der WG. Und Alter Schwede ging das ab dort!
Weil aber nachher noch Programm ist, bin ich mit Sven früher los und heimgegangen. Leider kam der Nachtbus erst nach uns, als wir schon losstiefelten. Der Weg war lang und er war nicht schön.
Nach anderthalb Stunden erreichten wir den Schlossplatz. Wir sahen auf den ersten Blick was Sache war: “Haltestelle verlegt”. Leider konnten wir selbst auf den achten Blick nicht feststellen, WOHIN ZUM TEUFEL die Haltestelle verlegt wurde! Ein freundlicher Mitbürger klärte uns auf, dass die Nachtbusse am Rotebühlplatz fahren, weitere 5 Minuten Geschwindschritt entfernt.
Auf der Webseite der SSB kann man diese Information auch nachlesen. Nunja, Versuch macht kluch; aber ich fühlte mich trotzdem verarscht: Warum konnten die nicht einfach ein riesiges Schild aufstellen, das den Weg zur richtigen Haltestelle weist? Für allen möglichen Unfug ham sie Geld, aber für sowas nicht.
...ist unverhohlen. Ich freue mich riesig, dass “wir” dieses Spiel gewonnen haben.
Diese WM wird hoffentlich dazu beitragen, dass wir Deutsche uns wieder wie normale Menschen fühlen dürfen. Dass wir nicht mehr unter der Erbschande zu leiden haben. Dass wir unser Land gut finden dürfen ohne gleich als Nationalsozialisten betrachtet zu werden. Dass wir unseren Freunden mit aller Aufrichtigkeit sagen können: “Willkommen in meinem Land! Sei mein Gast!” Dass ich mich nicht mehr schämen muss, Deutscher zu sein.
Ich möchte mich wohlfühlen. Ich möchte angeben können, wie toll mein Land ist. Ich möchte endlich von meinen Freunden respektiert werden können.
Ich bin Deutscher und ich schäme mich nicht! Ich bin hier zu Hause und Du bist hier willkommen!