Das Alter (so richtig personifiziert) ist hinterhältig und trügerisch. Wenn man jung ist, lockt es mit Versprechungen, dass man Freiheiten genießt wenn man älter wird. Ist man dann vor lauter Sturm und Drang alt und möglicherweise erwachsen geworden, kommt das Alter daher und erinnert einen an die schöne Jugend- oder Kinderzeit.
Ich bin jetzt mehr als 28 Jahre auf der Erde und immer noch nicht erwachsen. Aber trotzdem denke ich gern an meine Jugend zurück, vor allem an meine Schulzeit. Heute verhöhnte mich das Alter mit einer Schachtel aus Blech. In dieser Dose klappern einige Utensilien herum wenn ich sie in meinen Rucksack stecke und mir diesen auf den Rücken schnalle. Bei jedem Schritt werde ich wieder zum Mittel- und Oberstufenschüler am Gymnasium in Stuttgart. Ich hatte zu jener Zeit meine Stifte, Zirkel und Radiergummi in so einer Blechdose (Blechbüchse? wie nennt man die Teile?) mit Klappdeckel.
Schön bunt, schön robust: die Dose gibt es immer noch, wie enthält meine wichtigen Stifte, und wird nicht so oft in den Rucksack gesteckt und durch die Gegend getragen. Die Klapperdose von heute ist größer, grauer, unscheinbarer und enthält keine Stifte – eigentlich ist sie gar nicht erwähnenswert, dass ich sie erwähne zeugt bloß vom Trugbild des (personifizierten) Alters.
Forever Young!
Hardcore will never die!