Hochkultur und Hightech in Downtown

Bild von housetier

Hochkultur

Der Württembergische Kunstverein Stuttgart hat eine Ausstellung am Laufen. Sie geht vom 11.02. bis zum 30.04. 2006.

Hightech

Die Ausstellung heißt “pong.mythos”. Wie ich dem Flyer entnehmen kann, wurde eigens eine Website eingerichtet

Downtown

Ausgestellt wird in der Gallerie des Kunstvereins, mitten in Stuttgart am Schlossplatz. Es ist das Gebäude mit dem goldenen Reh/Hirsch auf dem Dach.

Der Tathergang

Hier wird erklärt wie der Tag denn so verlief. Also eher wie wir zwei Stunden des Tages verbrachten. Und die nicht mal in voller Länge; aber dazu weiter unten mehr…

treffen

Treffen um 16:00 vorm oder am “Kunstverein halt”. Der Mitbewohner und ich nahmen prompt den falschen Eingang und fanden uns in einem Cafe wieder, welches vom WKVS betrieben wird. Robert holte uns nach telefonischer Rücksprache aus “dem rauchigsten Cafe in ganz Stuttgart” ab und wir durften dann endlich 5 EUR Eintritt zahlen und die Ausstellung besuchen.

kommen, schauen, staunen

Ich hätte nich gedacht, dass Pong ein so lange Geschichte hat: einer der ausgestellten Automaten/Konsolen war aus dem Jahre 1968! In diesem Fall handelte es sich allerdings um einen Nachbau des Erbauers des Originals.

Natürlich gabs auch Spielhallen-Automaten mit Pong zu sehen und diverse andere frühe Pong-Spiele. Die erste Halle zeigte Pong in verschiedenen Entwicklungsstufen aber immer noch “dem Original” nachempfunden. Es gab Pong für dieses Eye-Toy der Sony-Plähsteschn und ein buntes, rotierendes Pong für zwei Spieler und ebenfalls für die Plähsteschn. Das Spielfeld musste aber immer rotieren und man hat es ständig aus einer anderen Perspektive gesehen: ich fands nicht so toll. Allerdings war es recht bunt :-)

kommen, schauen, siegen

Die zweite große Halle zeigte dann künstlerische Interpretationen des Pong-Konzepts. Ich werde hier nicht alle aufzählen, sondern nur drei erwähnen.

Zuerst kommen wir zur Pongmechanik, das weltweit bekannt wurde. Auf der Website wird alles erklärt. Leider was das Ausstellungsstück defekt: man konnte den “Ball” nicht schräg ablenken; so hielt sich der Spaß in Grenzen.

Als zweites schauen wir uns “Little Lights” an. Das sieht aus wie das ebenfalls weltbekannte “Blinkenlights” in klein. Und in der Tat: es ist ein kleines Blinkenlights! Man ruft eine Nummer an und kann dann mit dem Handy den Schläger steuern. Der erste Anrufer ist links, der zweite rechts; alle weiteren hören das Besetzt-Zeichen. Neben “Little Lights” lief eine Dokumentation über “Blinkenlights” (verpasst) und “Blinkenlights reloaded” (in echt gesehen!), welche im berliner Haus des Lehrers ähm “stattfanden”. Sehr interessant war aber die nächste Großinstallation dieser Art. Diesmal in der französischen Nationalbibliothek in Paris. Mehr “Pixel” und als mega-Bonus: 8 Graustufen. Die gezeigten Aufnahmen der Videos und Animationen waren einfach nur der Hammer. Das hätte ich gerne in echt gesehen!

Als drittes musste ich noch siegen an der “Painstation”. Man drückt mit der linken Hand zwei Elektroden-Knöpfe nach unten, bestätigt mit der rechten Hand den Warnhinweis (ich hab ihn nicht mal gelesen) und kann dann spielen. Über einen Drehknopf wird der Schläger bewegt. Geht der Ball ins Aus und trifft dort ein bestimmtes Icon, wird man bestraft. Es gibt verschiedene Icons, die nach und nach erscheinen und sich auch bewegen. Je nach Icon wird einem die Hand gewärmt, mit einem kleinen Schlauch gepeitsch oder mit einem großen Elektroschock geschockt.

Außer der Wärme habe ich nichts am eigenen Leib erfahren müssen. Das Peitschen geht wohl, es ist eher lustig als schmerzhaft. Aber der Elektroschock muss wohl ziemlich weh tun.

Punkte erhält man nicht, wenn der Andere den Ball ins Aus gehen lässt; man erhält einen Punkt, wenn der Andere die Elektroden loslässt. Leider habe ich nie mehr als einen Punkt geschafft, weil ich vor lauter Lachen ebenfalls meine Elektroden losließ. Ein SEHR lustiges Spiel.

Gehen

Um 17:50 Uhr wurde den Konsolen und Automaten der Strom abgedreht: ein durchaus eindeutiges Signal, doch jetzt bitte zu gehen. Das war der einzige Punkt, der nicht so toll war an dem Nachmittag. Naja, die Schwaben wollen halt Strom sparen, das ist gut für die Umwelt.

Noch mal

Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Schlossplatz 2
70173 Stuttgart
0711 – 22 33 70
http://www.wkv-stuttgart.de/

Die Ausstellung geht noch bis 30. April dieses Jahres. Geöffnet ist

Di 11-18 Uhr
Mi 11-20 Uhr
Do 11-18 Uhr
Fr 11-18 Uhr
Sa 11-18 Uhr
So 11-18 Uhr

Montags ist der Laden ZU.

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