Seltsame Musik

Bild von housetier

Gestern Abend rief Sven an und fragte, ob ich mitkomme ins Cine Colibri. Arno sollte dort trommeln und wir kamen per Gästeliste umsonst rein. Arno meinte, dass später so Electro gespielt würde, worauf ich mich freute — aber es kam viel schlimmer…

Die Namen Loopschrauber, Beat Uhse und Liebe ist Cool werde ich noch lange Zeit in Erinnerung behalten. Hinter diesen Namen stehen ein paar DJs (oder auch nur einer), und so Synthy-Heinis. An sich ja ne coole Sache, wenn Musik live produziert wird. Also wartet man als Tanzflur-Veteran gelassen das Intro ab, wippt ein bisschen mit dem Kopf im Takt und bewegt ein bisschen die Füße. Zwei Stunden später wird einem klar, dass es gar kein Intro war, sondern dass die Musik in der Tat so gehört: viel zu laut, viel zu langsam, und am allerschlimmsten: mit angezogener Handbremse.

Das ewige Intro beinhaltet auch komische atonale Geräusche, die vielleicht zum Genre gehören mögen: Geknarze (Sven meinte “der soll mal seine Nadeln putzen!”), Gesang- und Sprach-Samples – die, wenn sie nach 10 Minuten endlich aufhören, beim übernächsten “Stück” knallhart weiter verwendet werden -, so laute Bassflächen, dass alles wackelt. Man kann immer noch den Rhythmus erkennen und mitwackeln, aber es wird einem nicht leicht gemacht.

Als ich gegen halb vier nach Hause ging, fing jemand anders an, mit seinem Synthy-Equipment und weiß-der-Geier was allem, Musik zu machen; Arno trommelte inzwischen auch fleißig und es klang zusammen recht gut. Ich war schon zu genäävt um zu schauen ob es doch noch was wird.

Ich hätte zu Hause bleiben sollen.