Umpacken heißt, die Entwurzelung dauert an. Der einst junge Baum wächst nicht mehr und verliert seine Blätter. Alt sieht er aus, verbraucht und kraftlos. Ob der Frühling wieder stärken kann? Endlich mal Wurzeln schlagen können, und wachsen, stärker werden; an einem Ort verweilen und gedeihen. Neue Kraft schöpfen, die Anstrengungen hinter sich lassen: wird dies möglich sein?
Umpacken bietet die Chance, sich frei zu machen, zu erleichtern von der Vergangenheit. Beim Umpacken kann man wegwerfen — aber kann man auch loslassen? Es gibt einige wenige Sachen, an denen ich hänge, sie sind nicht mal mein Eigentum, von denen ich mich nicht trennen kann, die trotz des Alters immer noch beklemmen. Oder wird eher erinnert an vergangene Beklemmungen, werden Schmerz und Hilflosigkeit erinnert aber nicht erlebt?
Dann überschatten sie meine gegenwärtige Situation und ich sollte sie loswerden. Immerhin sind es Sachen und keine Gedanken. Sachen kann man behalten, zerstören, wegwerfen, einlagern und verstauben lassen; Gedanken wollen gedacht werden, wollen erinnert werden, immerzu fordern sie: Gedenke unser! Ein Gedanke explodiert und zeigt mehr Erinnerungen als man auf einmal denken kann. Sachen brauchen Raum; Gedanken brauchen Energie. Ich sollte mich bald befreien von den Sachen und aufatmen. Wenn die Vergangenheit die Gegenwart beherrscht, geht die Zukunft verloren.