tod

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Parexel - eine fehlgeschlagene Studie

Kontakt

Ich war nicht mehr ganz jung und brauchte umso dringender Geld. Da kam die Anzeige recht, dass das Unternehmen Parexel Studienteilnehmer suche und bis zu 1400 EUR zahle. Ich nahm also Kontakt auf per Email. Bald darauf wurde ich zurückgerufen um nochmals zu bestätigen, dass ich teilnehmen wollte.

Termin-(Un-)Wahrscheinlichkeit

Wochen später kam ein Brief, der sagte, dass sich der Beginn der Studie verschieben würde. Einige Zeit später standen die Termine wohl fest und eine MA(Mitarbeiterin) von Parexel rief mich an, um die Termine zu besprechen.

Das war sehr kompliziert, weil die Teilnehmer in verschiedene Gruppen waren und es für jede Gruppe andere Starttermine gab. Vollends unübersichtliche wurde es dadurch, dass nur die Starttermine genannt wurden, für weitere “Sitzungen” im Verlauf der Studie lediglich Zeiträume nach dem Start:

3 Tage stationär
und
soundsoviele Tage ambulant

Nach dem Telefonat schwirrte mir der Kopf, aber ich wusste das wichtigste Datum: wann die Informationsveranstaltung stattfinden würde. Dass mir die anderen Termine sofort wieder entfallen waren, störte mich nicht; ich erwartete, dass wir so eine Art “Stundenplan” erhalten würden, worin eben alle diese Termine stünden.

Planungssicherheit

Parexel ist ein besonderes Unternehmen und denkt sich für die Interessierten etwas Besonderes aus: zur Informationsveranstaltung kam eine Ärztin (ich glaube jedenfalls, dass es eine Ärztin war), die uns während der Studie betreuen sollte; sie sagte, für die Veranstaltung sei sie “schlecht vorbereitet”.

Es war sehr heiß und stickig im Raum; die müden Interessierten stellten nur wenige Fragen.

Verbotene Substanzen; “der Cocktail”

Die Ärztin erklärte, das man eine gewisse Zeit vor und während der Studie bestimmte Sachen nicht zu sich nehmen darf1. Für Grapefruitsaft betrug die Frist über eine Woche, bei Alkohol wurde in Tagen gemessen. Sport war auch nicht erlaubt.

Alle diese Dinge beeinflussen nämlich den Stoffwechsel; aber die Studie sollte ja herausfinden, wie genau “der Cocktail” auf den Stoffwechsel wirkt.

Forschunxabfälligkeiten

Nun fragte ich nach der Frist einer anderen Substanz. Die Antwort war empörend und beruhte gewiss auf einem Missverständnis:

“Wenn Sie so fragen, werden Sie sowieso nicht angenommen!”
Es kam mir vor, als ob meine Frage unerwünscht oder unpassend sei; erstaunlich eigentlich, da wir ja mitten in der “Fragestunde” waren…

Also hakte ich ein wenig später nach:

“Ja ich mein, sind das Wochen oder Monate? Was ist mit letzte Weihnachten?”
Auch hier ergab es sich, dass eine Teilnahme weiterhin ausgeschlossen sei.

neue Forschunxerkenntnisse

Die Substanz scheint den Stoffwechsel ständig zu beeinflussen, unabhängig davon, wie weit der “Konsum” zurückliegt! Das wusste ich nicht; ich traute mich auch nicht nachzufragen, um nicht weitere Grobheiten erdulden zu mässen.

harte Nacken

Dennoch wollte ich es wissen. Nachdem die Termine mit der schlecht vorbereiteten Ärztin durchgekaut waren (immer noch kein “Stundenplan”!) und der Letzte gegangen war, fragte ich sie ein drittes Mal nach der genauen Ursache ihrer groben Ablehnung. Ich wählte mit Bedacht andere Worte und versuchte freundlich und nicht beleidigt zu sein. Ich wollte wissen, ob es medizinische Gründe gebe. Von der schlecht vorbereiteten Ärztin erfuhr ich, dass sie rechtliche Bedenken hatte; aber verbindlich wollte sie nicht werden. Mittlerweile rollte sie auch schon genervt mit den Augen, wenn ich den Mund aufmachte.

Das weiter oben erwähnte Missverständnis beruhte wahrscheinlich auf Antipathie.

Parexels Tod

Parexel habe ich kennengelernt als ein schlecht vorbereitetes (Verschiebungen, “schlecht vorbereitete” Betreuer) und überhebliches Unternehmen — erstaunlich, sprechen doch die Größe und das Alter des Unternehmens gegen meine Erfahrung!

Für mich ist Parexel bereits gestorben.

1 unerlaubte Substanzen: Schokolade, Grapefruitsaft, Mohn, Alkohol, generell kein Koffein

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Anlasser

Auch in Somalia sind die Islamisten aktiv und spielen ein bisschen Bürgerkrieg. Dabei gehen sie gegen diejenige Regierung vor, die vom Ausland anerkannt wurde. Ich denke da sofort an “Taliban!” und bin bestimmt nicht der einzige der so denkt.

Äthopien hat nun in diesen Konflikt eingegriffen und ein paar Bomben auf die Islamisten fallen gelassen. Das ist eigentlich im Sinne der Gegner der Islamisten inner- und außerhalb Somalias. Kriegen eskalieren aber sehr schnell, und nun könnte es sein dass die gesamte Region im kriegerischen Chaos versinkt.

Das kennt man ja schon aus dem Zweistromland, wo es ein Jahr nach Kriegsende jeden Tag schlimmer wird. Und dass, obwohl die Sieger so überlegen waren…

So ein Hansel der EU hat nun seinen Senf dazugegeben und das Eingreifen Äthopiens verurteilt. Ich verurteile das dumme Geschwätz des Hansels. Diese Situation hätte sich nämlich nicht ergeben, würde man keine Waffen verkaufen.

Ok das stimmt nicht ganz: wenn wir keine Waffen verkaufen, verkauft sie ein anderer; zumal es ja gegen die Taliban Islamisten geht. Waffen in eine Krisenregion (dort sind alles arme Schweine) verkaufen ist wie einem Kind einen bunten Ball zu schenken und es mit den Worten “aber nicht spielen” allein zu lassen. Wer sich wundert, dass das Kind doch spielt, dass die Waffen tatsächlich benutzt werden, wird zu recht scheel angeguckt.

Aber nur weil andere Scheiße bauen und damit auch noch Geld verdienen, müssen wir das nicht nachmachen. Zur weltweiten Verringerung des Konfliktpotentials können wir beitragen, indem wir keine Waffen mehr verkaufen. Und nur weil die USA trotzdem Waffen liefern an Kriegsparteien, die auf die UNO scheißen, müssen wir das nicht gut finden und mitmachen.

Also um das wirre Geschrei zusammenzufassen: Waffen töten Menschen. Das ist nicht gut. Wer Waffen verkauft und sich über deren tödlichen Einsatz aufregt, ist ein Arschloch.

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Tod durch Sterben

Wenn man auf einmal keinen Strom mehr hat, muss die erzwungene Freizeit irgendwie verbracht werden. Jedoch kann man diese Zeit nicht verwenden für die normalerweise vernachlässigten Tätigkeiten im Haushalt: Saugen, Geschirrspülen oder Ähnlichem. Was einem bleibt, ist Abfallentsorgung, Aufräumen und Einkaufen. Aber selbst diese Tätigkeiten brauchen nur eine gewisse Zeit und dann ist man wieder beschäftigungslos. Man fängt an, seine Downloads zu sortieren und katalogisieren. Endlich weiß man was für Zeug auf welcher der 700 CDs ist. Die Arbeitsplatte erfährt eine ungeahnte Vergrößerung …ihrer Nutzfläche.

Kein Strom heißt vor allem: kein Internet. Das ist so ziemlich das Schlimmste. Man kann nicht mal Musik hören um den Verlust von email, Web und vor allem IRC auszugleichen. Ein reizarmes Leben beginnt. Kein Internet! Ein Albtraum ist Wirklichkeit geworden. Kein Internet heißt vor allem abgeschnitten zu sein von der Welt. Emails kommen von überall her und werden nach überall hin verschickt, Webseiten sind auf Servern irgendwo “da draußen” und werden von Usern irgenwoanders “da draußen” besucht, in IRC-Räumen reden Menschen jeglicher Nationalität miteinander — so sie denn Strom haben.

Im IRC verschwimmen die staatlichen Grenzen. Im IRC unterhalten sich Menschen aus .nz mit anderen aus .us, .ch oder .br. Kein Strom — kein Internet — kein IRC; das heißt, abgeschnitten zu sein von der Kommunikationselite. Man hört auf zu existieren. Natürlich sind die Webseiten und Emailadressen noch vorhanden. Natürlich existieren Chaträume noch. Natürlich lebt, atmet man noch. Aber man ist außerhalb, ausgesperrt, ausgeschlossen und bereits vergessen. Wer nicht “da” ist, der lebt nicht. Null Chat — Null Leben. Die virtuelle Identität verblasst immer mehr. Sie wird verschwinden sobald man nicht mehr in den Logfiles auftaucht oder diese so tief archiviert werden, dass man sie auch sofort löschen könnte. Eine gewisse Zeit lang wird noch nach einem gefragt.

<hadez> !seen housetier
<\KiRiKA> hadez, housetier (~housetier@nrrd.de) was last seen 
  quitting #breaks 1 day 13 hours 4 minutes ago (23.11. 01:09) stating 
  "Ping timeout" after spending some time there.

Ping timeout — Verbindung tot. Verbindung tot — User weg. Wahrscheinliche Ursachen sind Absturz des Chatprogramms oder eben kein Strom. Irgendwann fragt keiner mehr…

Enge “Freunde” oder verzweifelte User aus den Help-/Supportchanneln versuchen noch Emails an ihnen bekannte Adressen zu schicken, oder man bemüht IM-Dienste wie ICQ, AIM und Jabber. Aber es ist alles vergebens — die Toten lesen keine Email.

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