Am 2. Dezember dieses Jahres las ich in der Neues Deutschland einen Artikel über Lobbyismus. Am Ende des Artikels fielen mir einige sprachliche Missgeschicke auf, über die ich mich dann in einem Leserbrief beschwerte. ND bestätigte mir, dass der Leserbrief eingetroffen war und ich mich “mit einer Veroeffentlichung [meines] Leserbriefes in der Printausgabe einverstanden erklaert” habe. Das ist auch völlig korrekt.
Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, dass die Neues Deutschland meinen Leserbrief tatsächlich abdruckt!
Ich frage Sie: Handelt es sich bei dem Wort “Voten” um einen Anglizismus (von dem englischen “to vote”) oder einen “Latinusmus” (“votum”)? Müssen denn solche Fremdwörter unbedingt sein? Zumal im nächsten Satz bereits von einer “Abtimmung” die Rede ist. Aus welchem Grund passt das deutsche Wort “Stimme” nicht?
Fragen über Fragen – oder sind das jetzt auch “Quoren”?
(ND druckte den Leserbrief ab in der Druckausgabe vom 04.12.2006.)