Da fährt man also mal nach IKEA Tempelhof um Ersatzmöbelgleiter zu kaufen, die beim soundsovielten Umzug jetzt endlich so richtig kaputt gegangen sind. Nachdem man am am Südkreuz aussteigt, muss man den IKEA-Pfad entlang pilgern, der sich leicht findet: einfach den Leuten mit IKEA-Taschen entgegengehen.
Leider lohnt sich die ganze Einleitung nicht, denn ich habe keine Ersatzteile bekommen. Die gäbe es “nur beim Kundenservice” sagen die Mitarbeiter. “Der Kundenservice” ist der Bereich, wo die Leute ihre großen Sachen abholen. Das heißt man zieht eine Nummer und wartet und wartet.
Ich wollte nicht so lange warten und ging nach nebenan in den Baumarkt BAUHAUS. Dort gibt es ein tolles Ketten- oder linkedList-System: egal welchen freundlichen Mitarbeiter man fragt, man muss immer “den Kollegen dort hinten” fragen. Nach dem 5. Kollegen vermutete ich, dass diese Liste in Wahrheit ein Kreis ist und daher kein Ende nimmt. D.h. auch das BAUHAUS verließ ich ohne die Ersatzteile.
Voll fürn Arsch das Ganze! Wenn ich wieder Festnetz habe, wird sowas im Voraus telefonisch geklärt.
Auch in Somalia sind die Islamisten aktiv und spielen ein bisschen Bürgerkrieg. Dabei gehen sie gegen diejenige Regierung vor, die vom Ausland anerkannt wurde. Ich denke da sofort an “Taliban!” und bin bestimmt nicht der einzige der so denkt.
Äthopien hat nun in diesen Konflikt eingegriffen und ein paar Bomben auf die Islamisten fallen gelassen. Das ist eigentlich im Sinne der Gegner der Islamisten inner- und außerhalb Somalias. Kriegen eskalieren aber sehr schnell, und nun könnte es sein dass die gesamte Region im kriegerischen Chaos versinkt.
Das kennt man ja schon aus dem Zweistromland, wo es ein Jahr nach Kriegsende jeden Tag schlimmer wird. Und dass, obwohl die Sieger so überlegen waren…
So ein Hansel der EU hat nun seinen Senf dazugegeben und das Eingreifen Äthopiens verurteilt. Ich verurteile das dumme Geschwätz des Hansels. Diese Situation hätte sich nämlich nicht ergeben, würde man keine Waffen verkaufen.
Ok das stimmt nicht ganz: wenn wir keine Waffen verkaufen, verkauft sie ein anderer; zumal es ja gegen die Taliban Islamisten geht. Waffen in eine Krisenregion (dort sind alles arme Schweine) verkaufen ist wie einem Kind einen bunten Ball zu schenken und es mit den Worten “aber nicht spielen” allein zu lassen. Wer sich wundert, dass das Kind doch spielt, dass die Waffen tatsächlich benutzt werden, wird zu recht scheel angeguckt.
Aber nur weil andere Scheiße bauen und damit auch noch Geld verdienen, müssen wir das nicht nachmachen. Zur weltweiten Verringerung des Konfliktpotentials können wir beitragen, indem wir keine Waffen mehr verkaufen. Und nur weil die USA trotzdem Waffen liefern an Kriegsparteien, die auf die UNO scheißen, müssen wir das nicht gut finden und mitmachen.
Also um das wirre Geschrei zusammenzufassen: Waffen töten Menschen. Das ist nicht gut. Wer Waffen verkauft und sich über deren tödlichen Einsatz aufregt, ist ein Arschloch.
beispielhaft, chronologisch, mehr oder weniger detailliert; trotzdem ein schlechtes Beispiel, denn so kommt man nicht zu ALG2.
Das JobCenter Tempelhof-Schöneberg ringt sich dazu durch, meinen ALG2-Antrag abzulehnen. Ich ahne noch nichts davon.
Vielleicht haben sie schon vorher gerungen, auf jeden Fall trägt der Bescheid das Datum vom 16. November.
Mein CaseManager ruft mich an und sagt den Termin am 1. Dezember ab; er denkt ich wüsste schon von der Ablehnung, die “am 16. raus ist”. Wenn ich bis Ende der Woche noch nichts vom JobCenter Tempelhof-Schöneberg gehört habe, soll ich mich bei ihm melden und er veranlasst dann, dass ein neuer Bescheid geschickt wird.
Das Jobcenter Tempelhof-Schöneberg meint im Ablehnungsbescheid, das Einkommen meiner Mutter würde vollkommen ausreichen, mich auch noch mit durchzufüttern; ja, es würde sogar noch was nachbleiben! Keine Rede ist von Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaften, nur von Einkommen. Selbst ich habe auf einmal welches!
Ich bin empört und verärgert und verzweifelt.
Der AK ELVIS bietet eine Sozialberatung an, die ich auch heute wieder in Anspruch nehme. D. erklärt mir zunächst was die Berechnungsbögen denn berechnen.
Danach schreitet D. zur Tat und formuliert das Widerspruchschreiben für mich. Welches ich am Freitag, 24. November beim JobCenter Tempelhof-Schöneberg abgebe und mir dabei den Empfang bestätigen lasse.
Auf dem Heimweg schreibe ich in mein Tagebüchlein und heraus kommt zu viel Emo, zu wenig Hoffnung, zu viel Stress, zu wenig Durchblick.
Heute sind 5 Besichtigungstermine geplant. Beim Letzten klappt es dann endlich und ich unterschreibe einen Vorvertrag. Eine große Erleichterung tritt ein, da ich den ja nur noch vom JobCenter Tempelhof-Schöneberg absegnen lassen müsste. Es steht alles wichtige drin: Mietgegenstand, Mitbenutzung von Soundso, Kaution, Warmmiete.
Mittwochs, so auch am 29. November 2006, ist das JobCenter Tempelhof-Schöneberg für den gemeinen Pöbel geschlossen: es werden nur terminierte Besucher eingelassen.
Heute kann ich also endlich und hoffnungsvoll meinen Vorvertrag zeigen. Ich bin guter Dinge, den Helfern zum möbeltragen habe ich auch schon Bescheid gegeben.
Das JobCenter Tempelhof-Schöneberg ist allerdings der Ansicht, dass das so nicht geht. Ich bräuchte ein Wohnungsangebot einer Wohnungsbaugesellschaft. Das sagen die mir jetzt, nachdem ich 1 Monat lang nach WGs gesucht habe, weil die günstiger sind. Es hilft kein betteln und kein weinen, der Vorvertrag wird nicht mal richtig zur Kenntnis genommen: “Sie können doch nicht einfach etwas unterschreiben!”.
Ich hatte bei allen vorigen Gesprächen mit den Unsachbearbeitern immer nur von WG-Zimmern gesprochen und wurde nie darauf hingewiesen, dass WG-Zimmer nicht zulässig sind! Also war 1 ganzer Monat FÜR DEN ARSCH. Da war ich ziemlich fertig und bin gleich wieder zum AK ELVIS gegangen.
Dort telefonierte D. dann für mich mit dem Amt für soziales Wohnen und fand nach einiger Zeit und drei Versuchen heraus, dass es wohl am besten sei, wenn ich einen “Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung” stelle.
Das tat ich dann am Freitag morgen beim Sozialgericht Berlin. Allerdings würde auch hier die Bearbeitung ein paar Wochen(!) in Anspruch nehmen, da das JobCenter Tempelhof-Schöneberg auch etwas zu sagen hat in der Sache.
Ein “Wohnungsangebot” muss von einer Wohnungsbaugesellschaft kommen, oder zumindest für eine komplette Wohnung gelten. WG-Zimmer zur Untermiete sind nicht zulässig, da sich ja der Vermieter auf Kosten des Staates bereichern könnte. Das ist noch komplizierter, aber ich blick das nicht ganz. Ich weiß nur: “WG-Zimmer is nich’”.
Drohende Obdachlosigkeit kümmert einige Mitarbeiter im JobCenter Tempelhof-Schöneberg nicht im geringsten.
Irgendwie war die Luft raus. Ich habe aber noch mehr erlebt nach dem 1. Dezember und werde bald darüber berichten.
Ich kann natürlich nur über die Mitarbeiter berichten, mit denen ich zu tun hatte. Immer wenn ich also “JobCenter Tempelhof-Schöneberg” sage, meine ich den jeweiligen Unsachbearbeiter.
Heute nicht viel gemacht.
mau kommt morgen an, und ich hole sie ab; aphekks der blöde Arsch hat ja abgeklemmt.
WLAN macht immer noch keine Laune.
Der Spiegel fragt in seiner heutigen Ausgabe: “Wie wurde aus vier Magdeburger Jugendlichen ein Pop-Phänomen?”
Es interessiert mich einfach nicht! Pop ist Pop ist Kommerz ist fürn Arsch und geht mir am selben vorbei.