Gibs hier zu lesen, weil dieser Post ja noch nicht genügend Links hat ;-)
English version below.
Text taken from the offical website @ c-base.org
Die Raumstation c-base, seit 12 Jahren ein Stück Berliner Subkultur jenseits staatlicher Fördertöpfe, ist akut bedroht.
Wir müssen bis zum 31.07.2007 mehrere ausstehende Monatsmieten auftreiben – sonst wird der Verein verschwinden.
Immer wieder interessant wie aufgeschmissen man doch ist, wenn man sein Gegenüber nicht versteht: Chuchichäschtli! (Küchenschrank!)
Als Norddeutscher klingt dies wie CHCHCHCH und das ist auch gleich das Ursprungsland von dieser Worthülse. Die Schweizer haben schon so einige schöne Wörter, die wenn auch oft entlehnt aus anderen Sprachen, eher fremd wirken: Lavabo (Waschbecken), Herdöpfel (Kartoffeln), Mies (Meins), gango poschten (Einkaufen).
Heute auf einer Geburtstagsfeier sang eine Burghexe in Berner Mundart – dachte ich doch ich hätte schon so einiges an dieser Sprachbarriere gemeistert und würde vieles verstehen, so war der eigentümliche Gesang der Besenbesitzerin für mich eher wie die Rezitation eines alten Hexenspruchs. Verstanden hab ich nix! Aber das war vielleicht auch gut so, denn an den Reaktionen meiner Mitgepeinigten abzulesen, war es eher zum Augenverdrehen als zum zuhören.
Die Location war jedoch sehr interessant, ein alter unbenutzter Wasserspeicher unter der Erde (so konnte zum Glück niemand von draussen die ungewöhnliche schwarze Dame hören, was genozidales Ohrenbluten in verhindert hat).
In Bangkok war ich bisher noch nicht, kann also nichts drüber berichten was andere nich viel besser und unmittelbrar wüssten. Aber irgendwann will ich da mal hin; fünfunddreißig Millionen Einwohner in einer Stadt: total extrem!
Ich bin nun schon länger als eine Woche in Berlin, ich bin soagr schon länger als eine Woche ein Berliner! Bisher war es meiner Meinung nach immer noch die richtige Entscheidung nach Berlin zu ziehen.
Der Umzug an sich ging ja recht glatt über die Bühne, aber er ist noch nicht wirklich abgeschlossen. Die eigene Wohnung lässt noch auf sich warten; solange muss ich halt mein “Geraffel” irgendwo unterbringen. Zuerst wars bei Lisa und sollte dann zu Bonny. Der erste Termin musste aber kurzfristig abgesagt werden, der neue Termin ist nächsten Montag.
Das ist aber gar nicht so schlecht, weil ich immerhin eine Person als Helfer verpflichten konnte und das ist nicht schlecht. Also, Montag abend ist mein Zeuch hoffentlich bei Bonny, und dann kann ich mich verstärkt um Arbeitsbeschaffung bemühen.
Nachher übe ich Zeitung austragen in den frühen Morgenstunden: von 3 bis 6 wird das hier gemacht. Wenn ich das aushalte, hätte ich schon mal eine kleine Beschäftigung.
Aber ich werde weiterhin Ausschau halten und bin weiterhin für Vorschläge, Hinweise und Tipps dankbar.
Mir gehts gut :-)
I am not lazy – I am an effort-minimalist!
Ainu und Dennis und ein dritter junger Mann, dessen Namen ich vergessen habe, haben heute in der Conditorei ne “Session gemacht”. Ainu hat wie immer an den Congas getrommelt; Dennis hat mit seinen Digeridoos echt krasse Töne produziert; und der Dritte hat an diversen hochtechnischen Geräten die Beats und andere Töne gemacht.
Das hat recht gut zusammengepasst. Zum Tanzen hat es nicht ganz gereicht, aber zum Mitwippen alle mal!
Der Württembergische Kunstverein Stuttgart hat eine Ausstellung am Laufen. Sie geht vom 11.02. bis zum 30.04. 2006.
Die Ausstellung heißt “pong.mythos”. Wie ich dem Flyer entnehmen kann, wurde eigens eine Website eingerichtet
Ausgestellt wird in der Gallerie des Kunstvereins, mitten in Stuttgart am Schlossplatz. Es ist das Gebäude mit dem goldenen Reh/Hirsch auf dem Dach.
Hier wird erklärt wie der Tag denn so verlief. Also eher wie wir zwei Stunden des Tages verbrachten. Und die nicht mal in voller Länge; aber dazu weiter unten mehr…
Treffen um 16:00 vorm oder am “Kunstverein halt”. Der Mitbewohner und ich nahmen prompt den falschen Eingang und fanden uns in einem Cafe wieder, welches vom WKVS betrieben wird. Robert holte uns nach telefonischer Rücksprache aus “dem rauchigsten Cafe in ganz Stuttgart” ab und wir durften dann endlich 5 EUR Eintritt zahlen und die Ausstellung besuchen.
Ich hätte nich gedacht, dass Pong ein so lange Geschichte hat: einer der ausgestellten Automaten/Konsolen war aus dem Jahre 1968! In diesem Fall handelte es sich allerdings um einen Nachbau des Erbauers des Originals.
Natürlich gabs auch Spielhallen-Automaten mit Pong zu sehen und diverse andere frühe Pong-Spiele. Die erste Halle zeigte Pong in verschiedenen Entwicklungsstufen aber immer noch “dem Original” nachempfunden. Es gab Pong für dieses Eye-Toy der Sony-Plähsteschn und ein buntes, rotierendes Pong für zwei Spieler und ebenfalls für die Plähsteschn. Das Spielfeld musste aber immer rotieren und man hat es ständig aus einer anderen Perspektive gesehen: ich fands nicht so toll. Allerdings war es recht bunt :-)
Die zweite große Halle zeigte dann künstlerische Interpretationen des Pong-Konzepts. Ich werde hier nicht alle aufzählen, sondern nur drei erwähnen.
Zuerst kommen wir zur Pongmechanik, das weltweit bekannt wurde. Auf der Website wird alles erklärt. Leider was das Ausstellungsstück defekt: man konnte den “Ball” nicht schräg ablenken; so hielt sich der Spaß in Grenzen.
Als zweites schauen wir uns “Little Lights” an. Das sieht aus wie das ebenfalls weltbekannte “Blinkenlights” in klein. Und in der Tat: es ist ein kleines Blinkenlights! Man ruft eine Nummer an und kann dann mit dem Handy den Schläger steuern. Der erste Anrufer ist links, der zweite rechts; alle weiteren hören das Besetzt-Zeichen. Neben “Little Lights” lief eine Dokumentation über “Blinkenlights” (verpasst) und “Blinkenlights reloaded” (in echt gesehen!), welche im berliner Haus des Lehrers ähm “stattfanden”. Sehr interessant war aber die nächste Großinstallation dieser Art. Diesmal in der französischen Nationalbibliothek in Paris. Mehr “Pixel” und als mega-Bonus: 8 Graustufen. Die gezeigten Aufnahmen der Videos und Animationen waren einfach nur der Hammer. Das hätte ich gerne in echt gesehen!
Als drittes musste ich noch siegen an der “Painstation”. Man drückt mit der linken Hand zwei Elektroden-Knöpfe nach unten, bestätigt mit der rechten Hand den Warnhinweis (ich hab ihn nicht mal gelesen) und kann dann spielen. Über einen Drehknopf wird der Schläger bewegt. Geht der Ball ins Aus und trifft dort ein bestimmtes Icon, wird man bestraft. Es gibt verschiedene Icons, die nach und nach erscheinen und sich auch bewegen. Je nach Icon wird einem die Hand gewärmt, mit einem kleinen Schlauch gepeitsch oder mit einem großen Elektroschock geschockt.
Außer der Wärme habe ich nichts am eigenen Leib erfahren müssen. Das Peitschen geht wohl, es ist eher lustig als schmerzhaft. Aber der Elektroschock muss wohl ziemlich weh tun.
Punkte erhält man nicht, wenn der Andere den Ball ins Aus gehen lässt; man erhält einen Punkt, wenn der Andere die Elektroden loslässt. Leider habe ich nie mehr als einen Punkt geschafft, weil ich vor lauter Lachen ebenfalls meine Elektroden losließ. Ein SEHR lustiges Spiel.
Um 17:50 Uhr wurde den Konsolen und Automaten der Strom abgedreht: ein durchaus eindeutiges Signal, doch jetzt bitte zu gehen. Das war der einzige Punkt, der nicht so toll war an dem Nachmittag. Naja, die Schwaben wollen halt Strom sparen, das ist gut für die Umwelt.
Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Schlossplatz 2
70173 Stuttgart
0711 – 22 33 70
http://www.wkv-stuttgart.de/
Die Ausstellung geht noch bis 30. April dieses Jahres. Geöffnet ist
| Di | 11-18 Uhr |
| Mi | 11-20 Uhr |
| Do | 11-18 Uhr |
| Fr | 11-18 Uhr |
| Sa | 11-18 Uhr |
| So | 11-18 Uhr |
Montags ist der Laden ZU.
Feedback sehr willkommen, oder man hinterlässt einen Kommentar.
Ich war die letzten paar Tage ein braver Staatsbürger und habe konsumiert: Filme nämlich, im Kino und das gleich dreimal! Hoffen wir also, dass damit die Filmindustrie gerettet ist und endlich mit dieser unsäglichen Kampagne aufhört die uns einreden will, jemanden zu ermorden sie auch nicht schlimmer als einen Film zu kopieren. (Sie sagens andersrum, aber die bedeutung bleibt).
Ein spanischer Thriller. Teilweise recht spannend, teilweise äußerst lustig. Frau Müller und ihr Hund sind ein Highlight. Schön makabres Ende, allerdings ohne große Nachwirkungen.
Ein Film mit Jean Reno, wer kann da schon widerstehen? Ein schön langer Film, der zwei Handlungsstränge allmählich zusammenführt und die Spannung die ganze Zeit hoch hält. Es gibt zu sehen: Elend im Türkenviertel, Mord & Totschlag, jede Menge Gewalt. Es gibt zu hören: Explosionen, Schmerzensschreie, Schießereien und coole Filmmusik.
Dieser Film hat mich sehr begeistert; er bleibt bis zum Schluss spannend. Bei einigen Szenen ist klar was als nächstes passieren wird, aber nicht, wie sich dies auf die weitere Geschichte auswirkt. Ich finde diesen Film absolut sehenswert!
In den asiatischen Großstädten geht es auch nicht viel friedlicher zu als in den französischen (siehe Kritik zu “Empire of the Wolves”). Hier haben wir Bandenkriege und abgehärtete Polizisten, die schon wissen “wie der Hase läuft” aber trotzdem Ermittlungsarbeit leisten müssen. Dazu einige unschuldige Personen… sagen wir lieber sympathische Personen, die ihr Schicksal eigentlich nicht verdient haben. Natürlich kommen noch kulturelle Unterschiede hinzu: die Landeier aus der Provinz versuchen sich in der Großstadt Hong-Kong durchzuschlagen. Der Protagonist ist edel aber dumm, die “schöne Naive” ist schön aber nicht unbedingt naiv.
Man kennt viele der Schauspieler aus anderen Filmen. Einige spielen sogar wieder dieselbe Rolle, so dass man meint, es handle sich um eine Fortsetzung. Dieser Verdacht lässt sich bis zum Schluss nicht wirklich ausräumen. Mir hat dieser Film sehr gefallen. Leider hatte das Kino einige technische Probleme, der Filmgenuss wurde ein bisschen getrübt.
Auch dieser Film ist sehenswert, vor allem wenn man die Nase voll hat von Hollywood-special-effects, die ein schwaches Skript mit flachen Charakteren kaschieren sollen. Hier wird richtig zugehauen und erschossen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, den Film im Orginal mit ähm englischen Untertiteln zu sehen.
...der Filmwirtschaft. Es gab keine von den ganz am Anfang erwähnten “Raubkopierer sind Schwerverbrecher”-Filmchen zu sehen. Und, man höre und staune, die allseits geliebte GEZ hatte auch keine Werbespots geschaltet. Evtl. lag dies an der Veranstaltung.